del Arco Iris del amor
Erlebnisbericht der ersten Geburt
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Montag 19. Januar -2004 / 01.22 Uhr Ein unbeschreibliches Wunder geschieht! Yoga Girl versteckt sich in die Decke meines Nachtlagers. Noch eine Wehe, begleitet von einem kleinen Schrei, zeigt sich eine teils dunkel, teils helle Färbung, ummantelt von einer zerbrechlich erscheinenden und doch so stabilen Fruchthülle. Noch eine Wehe und die Hülle zeigt sich in Wallnussgröße. Ein stilles Staunen durchfließt uns. Die dunkle Färbung ist ein Teil des Köpfchens, die helle das Fruchtwasser. Es ist der 19. Januar 2004 - 1.02 Uhr. Mit dankbaren Augen schauen Michael und ich uns an. Das Baby liegt in der richtigen Lage und die seidig schimmernde Fruchthülle scheint unverletzt. Yoga ruht sich kurze Momente aus. Dann kündigt sich die nächste Wehe an. Sie hechelt nicht, sie drückt nur und schaut auf das kleine Wunder unter ihrem Schwänzchen, dass sie schützend um die Hülle gelegt hat. Ein Schrei und noch einer. Ich streichle sanft ihr Köpfchen und ihren Leib, untermalt von aufmunternden Worten. Sie versteht mich und meine Stimmlage unbedingt. Sie schaut wieder nach hinten und drückt. Ein stiller, hoffnungsvoller Moment und das Baby gleitet in seinem Schutz ganz nach draußen. Yoga will ihr Baby selber versorgen. Ich öffne schnell die Hülle am Mäulchen, sodass es hoffentlich frei von Erstickungen ist . Yoga zieht behände den Rest herunter und beginnt beherzt zu schlecken. Schnell lege ich noch meinen Mund ans Mäulchen des Welpen an und sauge vorsichtig einen kleinen Schleimrest aus Nase und Mäulchen. Yoga zieht gierig an den Anfängen der Nachgeburt ohne ihre Anna Karenina aus dem Auge zu lassen. Ruhig und doch flink gebe ich das Baby zur Mutter zurück. Die Nabelschnur ist höchstens 3cm lang. Das Abbinden fällt mir etwas schwer, da Yoga streng und ohne Unterlass ihr Baby weiterschleckt. Plötzlich und wildentschlossen widmet sie sich der endgültig sichtbarwerdenden Nachgeburt - Mutterkuchen -. Das Baby fiepst, Yoga zieht und frisst und ich binde und knipse unter ruckeln die Nabelschnur durch. Nun verlässt die restliche Nachgeburt den Geburtskanal. Ich lege das Baby Anna zur Mutter, die mich ab jetzt streng beobachtet, während ich mich um ein frisches Lager bemühe. Die gesamte Entbindung verlief mit allen Einzelheiten in der Augenhöhe von Mutter Yoga. Seit 1.22 Uhr liegt sie wie ein Schutzwall um Anna. Ich glaube, Yoga und mich verbindet seit diesem Augenblick ein stilles Band uneingeschränkten Vertrauens. Nun wird Anna noch gewogen. Ihr Gewicht beträgt stolze 125 Gramm. Michael war für mich in den ganzen Stunden über ein stiller und doch aktiver Begleiter, der sich um Beobachtung und Skizzen, sowie das Telefonat mit Fr. Dr. Becker gekümmert hat. Und nun, kleine Anna Karenina, nun finde gemeinsam mit deiner Mutter den Weg, der dir bestimmt ist.
Yoga